Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks
Grußwort zum Glasrecyclingtag

Der Gang zum Glascontainer ist für die Meisten eine Selbstverständlichkeit. Von der Sektflasche bis zum Gurkenglas, die Recyclingquote bei Glas liegt schon seit einigen Jahren zwischen 80 und 90 Prozent.

Genau genommen müssen wir dabei von „Behälterglas“ reden. Denn nicht alle Arten von Glas sind für Recycling geeignet. Bleikristall gehört nicht in den Glascontainer. Ähnlich ungeeignet zum Recycling sind auch Glühlampen, Leuchtstoffröhren, Fensterglas, Spiegel und sogar feuerfeste Glasschüsseln. Diese meist gut gemeinten Fehlwürfe kommen immer wieder vor und sie erschweren das Recycling.

Eigentlich ist Glas ein Rohstoff, der sich ausgesprochen gut recyceln lässt, nämlich beliebig oft und zu 100 Prozent. Das schont das Klima und das hilft, Energie und Rohstoffe einzusparen. Wenn wir das Altglas auch noch nach Farben sortieren, dann lassen sich daraus auch höherwertige Produkte neu herstellen.

Eine Initiative der Glasindustrie und der Recycler macht es sich zur Aufgabe, darüber zu informieren, wie wichtig das Sammeln von Altglas ist und worauf dabei zu achten ist. In diesem Jahr hat sie den 17. September zum ersten Glasrecyclingtag erklärt. Ich finde, das ist eine gute Gelegenheit, sich über die Hintergründe des Glasrecyclings zu informieren.

Dies ist auch eine Gelegenheit, vielleicht die eigenen Gewohnheiten zu überdenken und noch mehr Abfälle getrennt zu entsorgen. Auch beim Glasrecycling können wir immer noch besser werden. So tragen wir alle mit wenig Aufwand zu Klimaschutz und Ressourcenschonung bei.

Dr. Barbara Hendricks
Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit